Wir haben uns wacker geschlagen

Fritz Walter Wetter in der Bach-Arena - #8 Koni Schütter behauptet den Ball vor seinem Gegenspieler
Fritz Walter Wetter in der Bach-Arena - #8 Koni Schütter behauptet den Ball vor seinem Gegenspieler

Es hätte ein ganz großer Abend werden können für die Germania.

Doch als der Stadionsprecher noch in den letzten Zügen die Startauftsellung durch gab, war der große Traum von einer Überraschung vorerst schon ausgeträumt.

Gegen den ambitionierten Landesligisten SpVg Frechen 20 hielt eine aufopferungsvoll kämpfende Germania eindrucksvoll dagegen und musste sich am Ende doch mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Außerdem beendete das Team um Trainer Björn Effertz die Partie höchst fragwürdig zu zehnt.

"Ich bin stolz auf meine Jungs" berichtet Trainer Effertz nach dem Spiel sichtlich hadernd, "Wir haben uns heute nicht unter Wert verkauft und wirklich ein gutes Spiel gemacht. Ich betone immer wieder, dass wir auch in der Saison noch viel Lehrgeld bezahlen werden aber gegen einen solchen Gegner werden eben schon die kleinsten Fehler umgehend bestraft. Gerade die jungen Spieler lernen in solchen Partien am meisten, man sieht wie hoch das Tempo sein kann und kann sich selber in angemessener Relation beurteilen und sich einiges abgucken. Wir hatten heute einen guten Plan der allerdings nach 20 Sekunden schon nicht mehr greifen kann. Trotzdem wäre, wenn man den Spielverlauf betrachtet, vielleicht mehr drin gewesen. Aber wenn wir am Sonntag an die Leistung von heute ran kommen bin ich sehr optimistisch."

 

Tatsächlich schien es zunächst so, dass die frühen Gegentore den Hausherren das Genick brechen würden und flechendeckend verbreitete sich schon die Befürchtung eines bevorstehenden Schützenfestes bei den Zuschauern. Denn unmittelbar nach Anpfiff klärte Robin Breuer den ersten Angriff der Gäste zur Ecke, welche mit viel Schnitt getreten am ersten Pfosten zunächst auf- und nach einem Abpraller vor die Füße von Frechens Kevin Brockhaus einschlug.

 

Kaltstart

 

Nur wenige Minuten später, andere Ecke, ähnliches Szenario.

Diesmal gewann wieder Kevin Brockhaus das Kopfballduell im Sechszehner und traf unhaltbar für Torwart Felix Klein per Kopfball zum 0:2. 

 

Die Hausherren ließen sich dennoch nicht beirren und spielten bei Ballbesitz strukturiert und sauber bis in die gegnerische Häflte, brachten aber abwechslend mal den letzten und vorletzten Pass nicht an den Mann und konnten lediglich über vereinzelte lange Bälle für etwas Entlastung sorgen. 

Ansonsten machte Frechen 20 das Spiel, verbuchte über weite Strecken der ersten Häfte einen hohen Ballbesitzanteil und schnürte Geyen weitestgehend in der eigenen Hälfte ein.  Jedoch kamen die Gäste nicht zu weiteren Großchancen auch weil die Rot-Weißen nun geschickt und effizient ihre Zweikämpfe gewannen und den Frechenern durch Kompaktheit gerade in der Abwehr das Leben schwer machten.

 

Mit 0:2 in die Pause

 

Effertz reagierte zur Pause, stellte um und wechselte den glücklosen Angreifer Koni Schütter gegen Benjamin Blauen und Innenverteidiger Dominic Fuchs gegen Mittelfeldspieler Tobias Zukowski. Geyen begann nun deutlich mutiger als noch vor dem Wechsel. Immer wieder gelang es vor allem dank schnellem Umschalten gefährlich zu kontern und sich auch aus kniffligen Situationen spielerisch zu befreien. Doch die 20er erstickten bisweilen alle Angriffe routiniert spätestens kurz vor dem eigenen Sechszehner und ließen über die gesammte Spielzeit kaum eine hundertprozentige Torchance zu. Bis auf zwei, drei Möglichkeiten durch Schub, Kiran oder Zukowski (per Freistoß) blieb der Torwart der Spielvereinigung somit weitesgehend ungefordert.


Dennoch hatte Geyen jetzt seine beste Phase und der neutrale Zuschauer begann sich allmählich die "was wäre wenn Frage"  zu stellen, denn zu dem Zeitpunkt traute man den nie aufgebenden Bächlern durchaus den glücklichen Anschlusstreffer zu.

Effertz bereitete gerade den nächsten Wechsel vor um mit Norman Ubber einen weiteren Offenisvspieler zu bringen, da machte der ansonsten sehr solide unparteiische Edgar Dickel seinen ersten und einzigen Fehler des Abends und zeigte zur Verwunderung aller die rote Karte - gegen Dennis Frere.

In einem Laufduell ohne Ball kreuzte ein Frechener Spieler den Weg des Mittelfeldakteurs, beide gingen zu Boden und Frere musste fassungslos zusehen wie der Referee im Anschluss an die Aktion den Karton zückte.

Dennis Frere:" Ich kann es nicht fassen. Nach dem Spiel fragte ich den Schiri was der Grund für den Platzverweis gewesen sei. Ich habe wohl den Gegenspieler beim vorbeilaufen mit der Hand geschlagen, tatsächlich haben wir uns beide vor dem Kreuzen behakt und am Trikot gezogen. Das ist Gelb. Es tut mir wahnsinnig leid, dass meine Mannschaft dadurch in Unterzahl spielen musste, vielleicht wären wir zu elft nochmal ran gekommen. Es hat nicht sollen sein."

 

Obwohl in Unterzahl spielte Geyen weiter mit und investierte weiter fleißig in Laufbereitschaft, um den Platzverweis zu kompensieren.

 

Dann schlug Frechen 20 nochmals zu

 

Nach einem Konter schalteten die Hausherren zu langsam um und Sebastian Brüggen überlief die Geyener Hintermannschaft um dann gekonnt das 0:3 und damit das einzige herausgespielte Tor des Abends durch Patrick Friesdorf vorzubereiten.

Das Spiel war nun endgültig entschieden. Geyen, sichtlich bemüht um Schadensbegrenzung verteidigte wieder tief und ließ auch in Unterzahl keine weitere Chance der Gäste zu.

Somit zieht der favorisierte Landesligist verdient in das Achtelfinale des Bittburger Kreispokals ein, wo der Gegner nun die SpVg Wesselning-Urfeld ist, die sich gegen den GKSC aus Hürth mit 0:1 durchsetzte.

 

Verteidiger Marc Kiran nach dem Spiel: "Wir sind jetzt nach unserer Leistung bestimmt nicht traurig, aber zugegeben enttäuscht. Wir haben uns wacker geschlagen und man sieht wie viel Potential in dieser Truppe steckt. Ich bin guter Dinge für Sonntag."

 

Am Sonntag den 17.08.2014  fährt die Germania zur Reserve des FC Hürth.

Auf dem Kunstrasenplatz Hürth-Mitte an der Argeles-sur-Mer-Str. 6, bestreitet die Mannschaft schon um 12:30 Uhr ihr erstes Saisonspiel.

 

Wir wünschen unserer Truppe viel Erfolg und einen gelungenen Auftakt

Euer Germania Geyen Team

 

 

AUFSTELLUNG: SPVG FRECHEN 20

 

1 Felix Klein, 2 Mahir Horuz, 6 Benny Niggemann, 7 Nico Schub (70. Min. 11 Norman Ubber), 8 Koni Schütter (45. Min. 24 Benjamin Blauen),

12 Robin Breuer, 13 Dennis Frere, 15 Alexander Pesch, 16 Hendrik Wawers, 25 Marc Kiran, 29 Dominic Fuchs (45. Min. 18 Tobias Zukowski).

 

TORE: -

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